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Common

Universal Mind Control

Common sense ist Universal Mind Control gerade nicht- vielmehr ist Common's locker gemeinter Party-Mix kurz nach der Grammy-Nominierung des Vorgänger-Albums womöglich der kontroverseste Titel des des scheinbar diskussionsarmen Jahres 2008. Er wolle die "lästig gewordenen Underground-Wurzeln" loswerden, "Trendhure" im "Neptunes-Einheitsbrei" für "Hip-Popper"- ist conscious rap gar endgültig tot oder Universal Mind Control etwa "the future of Hiphop", wie Common selbst verkündet?

Du liebe Güte, so wird politisches Bewusstsein und zum Bumerang, wenn das "gute Gewissen des Hiphop" mal was anderes ausprobiert. Auch wenn die Wahlkampfwerbung auf Universal Mind Control nicht unbedingt geschickt platziert war.
Insgesamt eher wenig "Ratlosigkeit über Common's Motivation für den Stilbruch:
Der Maestro war wohl genervt, dass seine Musik nicht in Clubs gespielt wird, wie rap.de berichtet und rap4fame kolportiert, dass sein eigener DJ seine Sounds nicht auf der After-Show-Party auflegen mochte. Was wohl auch ein conscious Hiphop-Ego drückt- ökonomisch denkende Kollegen stellen allerdings trocken fest, dass per Universal Mind Control die Erweiterung des Commonschen Portfolios mit entsprechender Erschließung neuer Käuferschichten umgesetzt werden sollte.
Im real existierenden Biz sicher kein abwegiger Gedanke- meiner war allerdings eher "der will nur spielen"- auch lustig rumprollen und den Party-Sound des Südens versuchen. Allerdings lässt sich durchaus vertreten, dass Universal Mind Control so lediglich beweist, "dass es keinen niveauvollen Party-Rap gibt", wie DaKey bei rap4fame bemerkt.
Positiver ist die Lesart, dass Common hier back to basics geht und zwar weiter als die meisten Kollegen, nämlich bis zu Bambaataa's Soulsonic Force um auf diesem Wege an die leaders of the new school anzudocken. Obwohl die geplante Zeitgeist-Platte das "Ziel aber um mehrere Monate, Modeerscheinungen und mindestens eine Weltwirtschaftskrise" so verfehlt wie "the future of hiphop".
Fazit bei intro: "Als Ergebnis bleibt kaum mehr als ein solides Neptunes-Album übrig - aber dafür braucht es keinen Common hinterm Mikrofon"- und nebenbei wird klar: Die Neptunes kann inzwischen auch keiner mehr hören.


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