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MGMT

Oracular Spectacular

MGMT zwischen absichtlich schlecht, tendenziell chancenlos und Oracular Spectacular als nichts großartig neues, zwischen Klischeereiterei und zwingendster Popmusik der letzten 5 Jahre.

Unentschlossene Pop-Ungetüme heißt es hier- MGMT sind erstmal eine Spaßband, gerade wegen inflationärer Zitate aus der Popgeschichte. Kannst du gut finden oder zu ausgedacht, denn trotz aller Schrägheiten sind auch MGMT schon wieder Auskenner- flippiger als Hot Chip, aber gleiche Baustelle. Denn mal eben paar Jahrzehnte Popgeschichte aus dem Ärmel schütteln klappt nicht ohne Grundlagenstudium, selbst wenn's hinterher hauptsächlich albern rüberkommt. Die meistzitierten Referenzen Bowie, Scissor Sisters und Animal Collective sind tatsächlich brauchbare Eckpunkte. Ebenso verdächtig oft ist von Indie-Disco die Rede und von wegen knallbunt halt auch von Hippies- "psychedelische Planschbeckenparty" wird das hier genannt.

Trotz aller Feierei und Platzierungen in sämtlichen Charts 08 sind interessanter Weise diejenigen, die MGMT "völlig anders als alles Bisherige" oder stimmig finden, tatsächlich in der Minderheit. Was dem Spaß bei Oracular Spectacular ja keinen Abbruch tun muss. Trotzdem ist es treffender Hintersinn zu vermuten, das die ganze weirdness eine PR-Strategie ist, die dem Musikkonzern (auch wenn der Chef Rick Rubin heißt) seine beträchtliche Investitionssumme verzinsen soll, wie Stefan Kersten bei Sweet Jane bemerkt.
Klar ist allerseits, dass MGMT bestens nach New York passen. Und "diese Mischung gab es auch noch nicht so oft", da hat intro sicher recht.
Ob Fluch oder Segen ist bis auf weiteres unklar.


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