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Mastodon

Crack The Skye

Die Liste der Klassiker, in die Mastodon ihr neuestes Werk Crack The Skye einreihen, zeigt deutlich: Es geht nicht wirklich um Neuigkeitswerte. Neu ist schon, dass Mastodon immer noch problemlos als Metal gelten und dass weder dort noch anderswo irgendein böses Wort über Crack The Skye fällt- Peace & Love im Sommer 09 sind Dinosaurier.

Tatsächlich: Mastodon überspringen die eigenmächtig hoch gelegte Latte problemlos- Crack The Skye kann gut & gern zwischen den Prog-Klassikern platznehemen (Indizien hier). King Crimson haben sie selbst ins Spiel gebracht und sich glücklicherweise nicht verhoben.
Als neuere Referenzen sind The Mars Volta und Tool nicht ganz uninteressant, denn mit typischem Prog-Metal Marke Dream Theatre haben diese ebenso wenig gemein wie die freundschaftlich verbundenen Neurosis- die undogmatischen Vertreter im Staate Metal. Es kann verwundern, dass das so problemlos abgeht, denn über die 90er regierten Grabenkämpfe zwischen zugereisten HClern mehrerer Couleur und Traditionsmetallern. Peace & Love? Na hoffentlich...

Bei solchen Einheitsfeierlichkeiten erinnern sich nur ein paar wenige, dass es vor einiger Zeit bereits intensive Grundlagenforschung zum Thema breitwandige Hardrock-Formate gegeben hat. Dass die neue Entschleunigung von Mastodon Assoziationen zu Stoner Rock weckt, wird fast verschämt im Nebensatz versteckt. Queens Of The Stone Age kommen dann doch noch auf die Liste- das trauen sich im Sektor Metal immer noch nicht viele, denn die sind direkte Überlebende eines alten Traditionsmetaller-Traumas namens Grunge, wo Screaming Trees und Soundgarden bereits Hardrock in Cinemascope-Format schürften, als Nirvana noch in den Kinderschuhen steckten. Entsprechend problemlos ließe sich Crack The Skye mit Superunknown (Soundgarden) kombinieren. Zentraler Einflussfaktor da wie dort: Psychedelic- Blumenkinder, 60ies, ich sag's ja: Peace & Love. Und der Bassist sprach (zu Ben Foitzik): "Wir glauben daran, dass Musik die vereinigte Stimme des Universums ist".
Ein neuer Ansatz ist Crack The Skye gerade nicht, vielmehr liefern Mastodon ein zeitlos-klassisches Monumentalwerk ab.
Wie sich das zum bisherigen Schaffen von Mastodon verhält, wird bei Krach und so gründlich beleuchtet. Verwunderlich ist der Schwenk zu Prog nämlich keineswegs, sondern spätestens seit Blood Mountain abzusehen.
Fazit(s): "Von der Härte der ersten drei Alben geht viel verloren" (musicvalley) trotzdem sind Mastodon absolut auf dem "Höhepunkt ihres Schaffens" (captain beyond). "Eine Sensation" ist Crack The Skye nicht so ganz, aber "gepflegtes Kopfkino" allemal.


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